Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase

18 Mai

In stationären Pflegeeinrichtungen setzen sich Bewohner und Mitarbeiter immer wieder mit Fragen  zu pflegerischen Maßnahmen und medizinischen Behandlungen sowie psychosozialer Unterstützung für die letzte Lebensphase auseinander. Ab sofort können stationäre Einrichtungen eine gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase anbieten und mit den zuständigen Kassen abrechnen.

Ziel der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase ist es, die individuelle Situation jedes Einzelnen zu betrachten und Vorstellungen und Wünschen über medizinische und pflegerische Interventionen und Abläufe zu erfassen und diese festzuhalten.

Zugelassene Einrichtungen müssen hierfür mindestens einen Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin beschäftigen, der/die eine Weiterbildung zum Berater/Beraterin der gesundheitlichen Versorgungsplanung erfolgreich durchlaufen hat. Es wird insgesamt von einem Stellenanteil von 1/8 pro 50 Bewohner ausgegangen. Die Vergütung erfolgt pauschal auf Grundlage der versorgten Bewohner und wird monatlich gezahlt. Folgende Formel zur Berechnung der Vergütung ist in der Vereinbarung aufgeführt:

Bruttopersonalkosten (Arbeitgeberbrutto) plus 15% für Sach-, Overhead- und Regiekosten p.a. für 1 VK / 400 = Jahresbetrag pro Leistungsberechtigten / 12 = Monatsbetrag pro Leistungsberechtigten.

Mit dem Berater/Beraterin wird gemeinsam ein auf die Bedürfnisse des Bewohners zugeschnittene Beratung angeboten. Zusätzlich werden die Bewohner auch über bestehende rechtliche Vorsorgeinstrumente wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsvollmacht aufgeklärt.

Die Ergebnisse der Beratung werden durch den Berater/Beraterin dokumentiert und geben somit allen an der Pflege und Versorgung Beteiligten einen Überblick über die Wünsche und Bedürfnisse des Bewohners und sollen einen rechtssicheren Umgang damit sicherstellen.

Alle stationären Einrichtungen haben die Möglichkeit, diese Leistung anzubieten und entsprechende Vereinbarungen mit den Kassen abzuschließen. Die Finanzierung erfolgt für gesetzlich Versicherte über die Krankenkasse. Die Inanspruchnahme durch die Versicherten in diesen Einrichtungen ist freiwillig.

(Quelle: Vereinbarung nach § 132g Abs. 3 SGB V über Inhalte und Anforderungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase vom 13.12.2017)

Wir von intressa-Beratung für Soziales bieten eine Weiterbildung zum Berater/Beraterin der gesundheitlichen Versorgungsplanung an.

Die Weiterbildung beinhaltet 48 theoretische  Unterrichtseinheiten sowie die Begleitung bei zwei Beratungsprozessen im Rahmen von 12 Unterrichtseinheiten. Nach Vorlage dieses Nachweises, müssen in einem zweiten Praxisteil sieben Beratungsprozesse durchgeführt werden, die bereits von der Pflegekasse vergütet werden. Danach erhält die Einrichtung die Zulassung zur Abrechnung der Gesundheitlichen Vorsorgeplanung für die letzte Lebensphase.

Datum:

04.09 bis 06.09.2018 (jeweils von 09.00 bis 17.00 Uhr) Theorieteil I

06.11 bis 08.11.2018 (jeweils von 09.00 bis 17.00 Uhr) Theorieteil II

Ort:

Seniorenheim Ingrid Brickwedel, Hafenstraße 3, 27624 Geestland

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße

Heike Willems & Marc Westermann

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