Palliative Care

3 Feb

Heute schreiben zwei Mitarbeiter unseres Seniorendomizils Haus Sandvoß einen Gastbeitrag für unseren Blog.

Wer sind wir?
Das eigene Interesse und Mitgefühl hat uns bewegt, die Fortbildung zur „Palliativ Care Fachkraft“ durchzuführen.

 

„Im Jahr 2014 habe ich, Stefan Schinke, die Weiterbildung “Palliative care” bei der Vita Akademie absolviert. 2016 habe ich dann zusätzlich noch eine Fachweiterbildung zur „Schmerz Fachkraft“ abgeschlossen.“

 

„2016 habe ich, Julia Reimers, ebenfalls bei der „Vita Akademie“ die Weiterbildung “Palliative care” abgeschlossen.“

Was genau ist eigentlich Palliative Care?

Das möchten wir Ihnen kurz zusammengefasst erläutern.

Im Zusammenhang mit schwerstkranken Menschen, sind Sie sicher schon einmal den Begriffen: Palliative Medizin, Palliativpflege, Sterbebegleitung und Hospiz begegnet. Genau das ist alles ein Teil von Palliative Care.

Es leitet sich aus dem Lateinischen ab:

pallium = Mantelähnlicher Umhang

care = Pflege.

Es umfasst aber mehr als das, besser trifft es das englische

care for you = Ich sorge mich um dich / Du bist mir wichtig.

Was genau machen wir?

Wir haben gelernt bei schwerstkranken Menschen Symptome aus anderen Blickwinkeln zu beobachten, zu deuten und die richtige Behandlung zusammen mit den Haus- oder Palliativärzten abzustimmen. Damit wollen wir alle Maßnahmen ergreifen, um das Leiden eines unheilbaren Menschen zu lindern und ihm so eine bestmögliche Lebensqualität bis zum Ende zu verschaffen.

Ein weiteres Ziel ist auch, die Betroffenen dabei zu unterstützen, so lange wie möglich aktiv zu bleiben. Was jedoch dabei zu beachten ist, ist dass wir den Tod weder beschleunigen noch verzögern.

Als Palliativkraft sind wir nicht nur für den Betroffenen alleine da, sondern auch für die Angehörigen, für die die Situation häufig noch schwerer zu ertragen ist, als für den Sterbenden selbst.

Unsere bisherigen Maßnahmen und Ziele im Seniorendomizil Haus Sandvoß

Wir haben bereits, wie auf dem Foto zu sehen, eine Abschieds- / Gedenkwand erstellt, an der alle Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige den Verstorbenen gedenken können.

Es wird von uns für jeden Verstorbenen ein silberner Engelsflügel mit seinem Namen, Geburtsdatum und Sterbedatum versehen. Dieser Flügel wird dann für das jeweilige „Kirchenjahr“ (von Totensonntag bis zum nächsten Totensonntag) an der liebevoll gestalteten Wand hängen und am Ende dann in einem speziellen Gottesdienst mit Bewohnern, Mitarbeitern und interessierten Angehörigen verlesen.

Unser nächstes Ziel ist es, ein spezielles „Palliativzimmer“ einzurichten, in dem wir professionell den schwerstkranken Menschen und seine Angehörigen in angemessener Atmosphäre begleiten können.

Wie funktioniert das Ganze?

Doch auch unser ganzes Wissen über die Palliative Arbeit ist nur mit einen gut funktionierenden Team aus verschiedenen Bereichen möglich. Daher möchten wir beide uns auch auf diesem Weg bei unseren Unterstützern bedanken, ohne die das alles nicht möglich wäre…

… unseren Kollegen auf Station, Haus- und Palliativärzten, dem Hospizdienst, Seelsorgern und dem ambulanten Pflegeteam Sandvoß, mit denen wir im Bereich der palliativen Versorgung eng zusammen arbeiten.

Ein großes DANKE

Bei Fragen sind wir gerne für Sie da!

Ihre Julia Reimers und Stefan Schinke

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